Masurische Geschichten vorgetragen von Stephan Schäfer
Der Kölner Künstler Stephan Schäfer liest am am Dienstag, 17. März, aus „So zärtlich war Suleyken“ anlässlich des 100. Geburtstages von Siegfried Lenz. Die Masurischen Geschichten handeln von liebenswerten Käuzen und Querköpfen aus dem kleinen zärtlichen Ort Suleyken. Beginn ist um 18.30 Uhr im Renaissancesaal des Ledenhofs, Am Ledenhof 3-5.
Mit den Schelmengeschichten setzt Lenz der Landschaft und ihren Menschen ein literarisches Denkmal. Die Erzählungen schöpfen ihren Charme aus der „unterschwelligen Intelligenz“ des masurischen Menschenschlags, zu deren Eigenarten blitzhafte Schläue und schwerfällige Tücken gehören, sowie tapsige Zärtlichkeit und eine rührende Geduld. Lenz schildert Menschen, die einem Ereignis wie die Jungfernfahrt der Kleinbahn Popp misstrauisch gegenüberstehen, weil sie der Überzeugung sind, technischen Fortschritt nicht zu benötigen. Bei der Vorstellung seiner Figuren wie eines Hamilkar Schass, der erst seit kurzem des Lesens kundig ist, eines Stanislaw Griegull, ein von plötzlichem Reichtum geschlagener Mann und wie dem Unikum Alec, der aufgrund seiner Schulden auf das Ableben seines Erbonkels Manoah wartet, erfahren Sie viel über die masurische Seele.
Der 2014 verstorbene Siegfried Lenz gehört zu den bekanntesten deutschsprachigen Erzählern der Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur. Durch seine neuartige Erzählweise und die Verwendung ostpreußischer Umgangssprache wurde „So zärtlich war Suleyken“ auch in Masuren sehr erfolgreich. Lenz wuchs bei seiner Großmutter am Lyck-See im Nordosten Polens auf.
Der Kölner Künstler Stephan Schäfer schafft es die handelnden Figuren durch seine Stimmgestaltung so lebendig vorzutragen, dass er sie zu neuem Leben er weckt.
Anstatt Eintritt wird um eine Spende gebeten. Reservierungen sind nicht notwendig.
Kontakt: Dr. Jens Peters, Leiter Literaturbüro Westniedersachsen, 0152/53232276, peters.je@osnabrueck.de