Helmut Thiele liest aus André Georgis biografischem Abenteuerroman „Trump“
Am 14. März 1869 wurde im pfälzischen Kallstadt der Winzersohn Friedrich Trump geboren. Seine Familie war bitterarm, der Vater starb früh, für den kleinen Friedrich eine prägende Erfahrung.
157 Jahre später ist sein Enkel Donald Trump Präsident der Vereinigten Staaten.
Die Pfalz galt als Armenhaus des Deutschen Reiches. Hier gab es für den jungen Friedrich keine Zukunft. Mit 16 wanderte er in die USA aus, nahezu mittellos und ohne Fremdsprachenkenntnisse, zunächst nach New York, dann nach Seattle und weiter nach Norden in die Goldgräbergebiete. Friedrich nannte sich inzwischen Frederick und wandelte sich vom schüchternen, unbeholfenen Neubürger schrittweise in einen Selfmade-Unternehmer, der vom Goldrausch profitierte und mit krimineller Energie den Grundstock des Familienvermögens erwirtschaftete.
Der Weg dorthin war gefahrvoll und voller Abenteuer. Bisweilen entging Trump dem Tod nur um Haaresbreite. Jack London hätte es nicht besser erfinden können. Aber diese Lebensgeschichte ist wahr. Der Drehbuchautor und Schriftsteller André Georgi hat eine auf historischen Materialien basierende literarische Romanbiografie vorgelegt, die fesselt, berührt und immer wieder aufs Neue in Erstaunen versetzt.
Leider ist Georgi an Long Covid erkrankt und nimmt derzeit keine Lesetermine wahr. Helmut Thiele vom Osnabrücker Thiele-Neumann-Theater hat in Absprache mit Georgi Romanpassagen ausgewählt und wird sie am 19. März 2026, fünf Tage nach Fredericks 157. Geburtstag, im Dissener Café Jean Paul vortragen.
Dr. Harald Keller (Universität Osnabrück) übernimmt die Einleitung und zeigt im Anschluss einige von André Georgi zur Verfügung gestellte Dokumente per Leinwandprojektion.
Die Reihe „Literaturfenster Dissen" wird gefördert vom Kulturbüro des Landkreises Osnabrück und der Dieter-Fuchs-Stiftung in Kooperation mit dem Literaturbüro Westniedersachsen.