Fr. 09. Okt., 20.00 | Filmtheater Hasetor
Norwegen, Schweden, Finnland 2026, 95’
Spielfilm
Nordsamische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Regie Elle Sofe Sara | Buch Johan Fasting, Elle Sofe Sara | Kamera Cecilie Semec | Schnitt Michał Leszczyłowski | Musik John Erik Kaada | Sounddesign Gustaf Berger | Darstellende Sara Marielle Gaup Beaska, Simon Issát Marainen, Ayla Gáren Nutti, Mikkel Gaup | Produktion Elisa Fernanda Pirir | Distribution Filmwelt Verleihagentur
Alle Infos und Tickets über die Programmseite des ffos.
Mit dem Quad zum nächsten kaputten Rentierzaun, in die Sauna oder auf einen Kaffee zu den Nachbar*innen. Im indigenen Sápmi wirken die Distanzen trotz der weiten Landschaft kurz, die sozialen Netze sind eng geknüpft. Áilin wächst hier mit ihrer Mutter Maia, ihrem Onkel Dánel und der gemeinsamen Rentierherde auf – eine Herde, die ein staatliches Bauprojekt zu vertreiben droht. Als Áilins Onkel Lemme zurückkehrt, brechen familiäre Traumata auf, die lange ausgehalten und weggeschoben wurden – ausgesprochen wie unausgesprochen. Es entsteht ein Dialog zwischen den Generationen, der die Proteste gegen das Bauprojekt überschattet und sich im geteilten Gesang Joik bündelt. „Árru” scheut nicht die Komplexität familiärer Abhängigkeiten, findet dafür eine physische wie spirituelle Bildsprache und am Ende eine klare Haltung.
Driving along the vast and diverse landscapes of Sápmi, Maia, her daughter Áilin and her brother Dánel fight to protect their reindeer lands from an upcoming construction project. As protests don’t seem to be having any effect, she turns to her uncle Lemme for legal advice and activist aid, but his presence shifts the focus towards internal family trauma which has been buried for many years.