Baukulturgespräche Osnabrück 2026
Das Instrument des Architekturwettbewerbes - welches mit Fug und Recht als 'immaterielles Kulturerbe' bezeichnet werden kann - befindet sich im freien Fall. Trotz seiner ausdrücklichen Verankerung in der Vergabeverordnung für öffentliche Baumaßnahmen wird es immer seltener von den Auftraggebern eingesetzt.
Das liegt zum großen Teil an dem unverständlicherweise schlechten Image dieses Formats, dem immer wieder Kosten und Verzögerungen angelastet werden, obwohl das Gegenteil nachweislich der Fall ist. Für den Berufsstand der freien Architekten, die Bürokapital und - vor allem - Herzblut für die Baukultur einsetzen, ist das ein schwerer Schlag.
Um diesen bedenklichen Entwicklungen Einhalt zu gebieten, tut bürgerschaftliches Engagement not! Und zwar eines jeden Einzelnen, dem an unserer gebauten Umwelt gelegen ist.
Auf dem Podium wollen Prof. Dr. Volker Droste aus Oldenburg, Thimo Weitemeier, Stadtbaurat in Osnabrück und Stefan Schopmeyer, Verfahrensbetreuer aus Münster - allesamt gestandene Architekten mit weit mehr als 500 Wettbewerbsteilnahmen in unterschiedlichen Funktionen - für ebendiese Unterstützung werben.
Und sich allen Fragen zu diesem Themenkomplex stellen.
Damit der Wettbewerb da ankommt, wo er hingehört: In der Mitte der Gesellschaft.