Vortrag im Museumsquartier über die Gleichschaltung des Osnabrücker Orchesters in der NS-Zeit Während der Weimarer Republik galt das Orchester des Stadttheaters Osnabrück als »rote Kapelle«. Christian Heinecke, Violinist im Osnabrücker Symphonieorchester, spricht am Donnerstag, dem 7. Mai um 18:30 Uhr im Museumsquartier über „Das städtische Orchester Osnabrück unter‘m Hakenkreuz – eine Spurensuche". Der Eintritt beträgt 3€, U18 frei.
Wer waren die Musiker, die während der NS-Zeit im Orchester des städtischen Theaters Osnabrück spielten? Waren sie alle Nazis? Was wurde aus ihnen? Und was wurde aus den Juden, die bis 1933 zum Ensemble gehörten?
Heinecke forschte jahrelang in verschiedenen Archiven, wertete bisher unbekannte Dokumente und sprach mit Zeitzeugen. Er kann Licht ins Dunkel dieser Zeit bringen, so dass nun Spuren auswertbar sind und weiter verfolgt werden können. Er hat Lebensläufe von Mitgliedern des Ensembles recherchiert und beschreibt die Entwicklung des Orchesters in der NS-Zeit.
Christian Heinecke gründete 2015 das Barockensemble, die »Neue Hofkapelle Osnabrück«.