Vortrag im Rahmen der Ausstellung „Van den Yoden"
„Christusmörder“ und „Brunnenvergifter“ – unter diesem Titel lädt das Museumsquartier Osnabrück zu einem Vortrag im Rahmen der Ausstellung „Van den Yoden“ ein, der am 21. April um 18 Uhr stattfindet.
Prof. Dr. Thomas Vogtherr widmet sich in seinem Vortrag dem Leben jüdischer Menschen im mittelalterlichen Deutschland, das seit den Kreuzzügen vielfach bedroht war und mit erheblichen Risiken verbunden blieb. Glaubensunterschiede und daraus nicht selten erwachsender religiöser Fanatismus führten über Jahrhunderte hinweg zur Ausgrenzung und Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung.
Der Vortrag zeichnet die Entstehung antijüdischer Vorurteile nach, deren stereotype Grundmuster bis weit in die Gesellschaft hineinwirkten. Dabei wird deutlich, wie sich diese Vorstellungen verfestigten und in wiederkehrenden Wellen der Verfolgung jüdischer Menschen im deutschen Raum niederschlugen.
Die Veranstaltung ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung und lädt dazu ein, historische Entwicklungen kritisch zu reflektieren und ihre langfristigen Auswirkungen bis in die Gegenwart zu verstehen. Der Eintritt ist frei.